Biologischer Anbau

Der biologische Anbau ist eine naturschonende Methode für die Lebensmittelproduktion. Es ist nicht gestattet, synthetische oder chemische Dünger, Insektenbekämpfungsmittel, Hormone usw. anzuwenden, sondern man verwendet Substanzen wie fossile Dünger, pflanzliche Rückstände und Naturdünger. Die biologische Methode sorgt für die Erhaltung und Steigerung der Fruchtbarkeit des Bodens, indem man verschiedene Anbautechniken anwendet, wie z.B. geeignete Wechselkulturen resp. Wechselwirtschaft (nach einer bestimmten Zeit wird die landwirtschaftliche Nutzfläche mit anderen Pflanzen bebaut), die Felder brach legt und dem Boden Gründüngung, Naturdünder (Mist) oder andere organischen Materialien zuführt.

Die Bekämpfung von Schädlingen und Krankeiten basiert einerseits auf vorbeugenden Massnahmen (Anbau geeigneter Arten, Wechselkulturen, Massnahmen zur Erhaltung und/oder Verstärkung der Wirkung natürlicher Feinde, zweckmässige Anbautechniken), anderseits in der Anwendung geeigneter, nicht chemischen pflanzenschützenden Produkten, Die entsprechende Gesetzesvorschrift (EK 889/08 Par. II) regelt den Anbau von biologischen Produkten, wie z.B. die Anwendung von Kupfersulfat, Schwefelpräparaten, natürlichen Insektenbekämpfungsmitteln, den Einsatz von Mikroorganismen oder Substanzen und Stoffen, die aus Mikroorganismen entstehen usw. Zur Unkrautbekämpfung werden ökologische Verfahren wie Bearbeitung des Bodens, geeignete Wechselkulturen, Abflammen usw. eingesetzt. Die Anwendung von Unkrautvernichtungspräparaten ist nicht erlaubt.